Leistungen der Pflegeversicherung

Leistungen der Pflegeversicherung 

Unser Ambulanter Pflegedienst informiert sie, in allen Bereichen des Pflegegeldes, sowie bei den Einstufungen in die neuen Pflegegrade seit 2017.

Wir sind auch für sie da, wenn sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert hat und sich ihr Anspruch auf höhere Leistungen verändert. Gerne stellen wir für sie den Antrag bei der Pflegekasse. Bei Schwierigkeiten sind wir an Ihrer Seite, um die benötigten Hilfeleistungen auch mit der Unterstützung durch eine Beratungsstelle oder dem zuständigen Sozialamt für Sie möglich zu machen.

Hier finden sie, die aufgeführte Tabelle der Leitungen der Pflegeversicherung, wie auch die Einteilung in die neunen Pflegegrade.

 

Pflegegeld Tabelle nach der neuen Pflegegraden Zuordnung ab 2017

 

Medizinische Dienste

Wer 2017 erstmals einen Antrag auf einen Pflegegrad bei seiner Pflegekasse stellt, wird ab 2017 nach dem neuen Prüfverfahren NBA („Neues Begutachtungsassessment“) persönlich begutachtet. Der Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) und deren Dienste bei gesetzlich Versicherten oder die Medicproof GmbH bei privaten Versicherten ermitteln den Grad ihrer noch vorhandenen Selbstständigkeit und empfehlen ggf. einen Pflegegrad, in den der Versicherte eingestuft werden sollte.

Letztlich entscheidet die Pflegekasse es Antragstellers über die Genehmigung eines Pflegegrades und der damit verbundenen Pflegeleistungen.

Bewertung nach Punkten

Wie selbstständig ein Antragsteller ist, errechnen die entsprechenden Gutachter mit dem neuen Begutachtungsinstrument NBA, einem Punktesystem:

Je mehr Punkte der Begutachtete erhält, einen umso höheren Pflegegrad und umso mehr Pflege- und Betreuungsleistungen genehmigt seine Pflegekasse!

Pflegegrade und Punktezahlen:

Pflegegrad 1: Geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit (12,5 bis unter 27 Punkte)

Pflegegrad 2: Erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit (27 bis unter 47,5 Punkte)

Pflegegrad 3: Schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit (47,5 bis unter 70 Punkte)

Pflegegrad 4: Schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit (70 bis unter 90 Punkte)

Pflegegrad 5: Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung (90 bis 100 Punkte).

Berechnung in Modulen

Ausschlaggebend für die Zuweisung eines Pflegegrades wird künftig der Grad der Selbstständigkeit einer Person in folgenden sechs Bereichen sein:

Modul 1: Mobilität (10 %)

Positionswechsel im Bett, stabile Sitzposition halten, Aufstehen aus sitzender Position und Umsetzen, Fortbewegen innerhalb des Wohnbereiches und Treppensteigen.

Modul 2: Kognitive und kommunikative Fähigkeiten (Modul 2 und 3 ergeben zusammen 15  %)

Personen aus dem näheren Umfeld erkennen, örtliche Orientierung, zeitliche Orientierung, Gedächtnis, Alltagshandlungen in mehreren Schritten wie die Haushaltsführung ausführen oder steuern, Entscheidungen im Alltagsleben treffen, Sachverhalte und Informationen verstehen, Risiken und Gefahren erkennen, elementare Bedürfnisse mitteilen, Aufforderungen verstehen, sich an einem Gespräch beteiligen.

Modul 3: Verhaltensweisen und psychische Problemlagen

Motorisch geprägte Verhaltensauffälligkeiten, nächtliche Unruhe, selbstschädigendes und autoaggressives Verhalten, Beschädigung von Gegenständen, physisch aggressives Verhalten gegenüber anderen Personen, verbale Aggression, andere vokale Auffälligkeiten, Abwehr pflegerischer oder anderer unterstützender Maßnahmen, Wahnvorstellungen, Sinnestäuschungen, Ängste, Antriebslosigkeit, depressive Stimmungslage, sozial inadäquate Verhaltensweisen, sonstige inadäquate Handlungen.

Modul 4: Selbstversorgung
(40 %)
 

Körperpflege (vorderen Oberkörper waschen, rasieren, kämmen, Zahnpflege, Prothesenreinigung, Intimbereich waschen, duschen oder baden – einschließlich Haare waschen), An- und Auskleiden (Oberkörper an- und auskleiden, Unterkörper an- und auskleiden), Ernährung (Essen mundgerecht zubereiten/Getränke eingießen, Essen, Trinken), Ausscheiden (Toilette oder Toilettenstuhl benutzen, Folgen einer Harninkontinenz bewältigen sowie Umgang mit Dauerkatheter und Urostoma, Folgen einer Stuhlinkontinenz bewältigen sowie Umgang mit Stoma), Bestehen gravierender Probleme bei der Nahrungsaufnahme, die einen außergewöhnlich pflegeintensiven Hilfebedarf im Bereich der Ernährung auslösen (nur bei Kindern von 0-18 Monaten).

Modul 5: Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen in Bezug auf: (20 %)

Medikation, Injektionen, Versorgung intravenöser Zugänge, Absaugen oder Sauerstoffgabe, Einreibungen, Kälte- und Wärmeanwendungen, Messung und Deutung von Körperzuständen, körpernahe Hilfsmittel, Verbandswechsel und Wundversorgung, Wundversorgung bei Stoma, regelmäßige Einmal-Katheterisierung, Nutzung von Abführmethoden, Therapiemaßnahmen in häuslicher Umgebung, zeit- und technikintensive Maßnahmen in häuslicher Umgebung, Arztbesuche, Besuch anderer medizinischer oder therapeutischer Einrichtungen, zeitlich ausgedehnter Besuch medizinischer oder therapeutischer Einrichtungen und Besuch von Einrichtungen zur Durchführung von Frühförderung (nur bei Kindern).

Modul 6: Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte (15 %)

Tagesablauf gestalten und an Veränderungen anpassen, Ruhen und Schlafen, sich beschäftigen, in die Zukunft gerichtete Planungen vornehmen, Interaktion mit Personen im direkten Kontakt und Kontaktpflege zu Personen außerhalb des direkten Umfeldes.

Zusätzlicher Gestaltungsspielraum

Neben den sechs beschriebenen Modulen kommen noch zwei weitere Bereiche zur Bewertung:

Außerhäusliche Aktivitäten (7) und Haushaltsführung (8).

Diese beiden Module werden jedoch für die Einstufung der Pflegebedürftigkeit herangezogen, sondern sollen v. a. Pflegekräften eine individuellere Pflegeplanung ermöglichen.